Inflationsangst unter den Deutschen
18.11.2011 16:34
Unzählige Nachrichten rund um das Thema Inflation breiten sich tagtäglich in unseren Medien aus:
• „Inflation auf Drei-Jahres-Hoch“ (Spiegel Online, 28.09.2011)
• „Inflation verharrt auf Drei-Jahres-Hoch“ (Spiegel Online, 31.10.2011)
• „Schleichende Inflation: EZB unter Druck“ (FondsDiscount.de, 10.11.2011)
• „Inflation bleibt deutlich über Zwei-Prozent-Marke“ (RP Online, 10.11.2011)
Das sind nur Ausschnitte, der sich immer mehr verbreitenden Schlagzeilen, die uns jeden Tag überschwemmen und den deutschen Normalbürger oft nicht mehr durchblicken lassen. Staatspleiten, Leitzinse, Rettungsschirme, unsichere Geldanlagen, steigende Kosten – ein Netzwerk aus Schlagwörtern, die alle irgendwie auch mit dem Thema Inflation zusammenhängen.
Verwirrung bei den Bürgern
Was kann man tun? Wie kann man sich schützen? Wie geht es weiter? – diese Fragen schwirren in den Köpfen einer Vielzahl von Bürgern und sorgen für deutliche Verunsicherung. Natürlich kann man nie eindeutigen Aussagen zur wirtschaftlichen Zukunft machen. Etwas Hintergrundwissen verhilft jedoch auch dem kleinen Bürger zu mehr Durchblick und nimmt die Angst vor der Inflation oder doch eher drohenden Deflation?
Inflation bedeutet Geldentwertung
Inflation ist eine Wertverminderung des Geldes, hierbei steigen die Preise und man kann sich mit der gleichen Menge an Geld weniger kaufen als zuvor. Das Gegenteil ist die Deflation bzw. negative Inflation, bei der die Preise sinken und das Geld mehr wert wird. Die wichtigste Inflationsrate eines Landes ist der Verbraucherindex (VPI). Der VPI zeigt die Preisentwicklung an Dienstleistungen und Waren an, welche von den Bürgern regelmäßig konsumiert werden. Zur Inflationsermittlung wird ausgerechnet inwiefern sich der VPI im Laufe der Zeit prozentual verändert hat. Aktuell sprechen die Medien von dem sogenannten „Drei-Jahres-Hoch“. Gemeint ist damit die Inflationsrate, die im September 2011 erstmals seit 3 Jahren auf 2,585% gestiegen ist (damals 2008: 2,879%). Die Folge ist, die Deutschen müssen somit für ihre täglichen Konsumprodukte, wie Sprit, Heizöl, Gas, Kleidung und Nahrung immer mehr zahlen. Es wird empfohlen seine Investitionen in Inflationssichere Anlagen, wie Aktien, Aktienfonds, Immobilien oder in unternehmerische Beteiligungen zu tätigen. Gold soll momentan eine der besten Sachanlagen sein.
Hohe Inflation spricht für Leitzinserhöhung
In Verbindung mit Inflation kommt die Europäische Zentralbank (EZB) ins Spiel. Sie gewährt die Preisstabilität in der Euro Zone lediglich bis hin zu zwei Prozent Inflation. Da der Verbraucherindex in der Euro-Zone schon das ganze Jahr über anstieg, auf bis zu seinem Höchstwert von 3% im September, versucht der Währungshüter natürlich entgegenzuwirken. So erhöhte die EZB in diesem Jahr, damals noch unter Jean-Claude Trichet, in zwei Schritten den Leitzins von 1,0% auf 1,5%, da eine hohe Inflationsrate eher für hohe Zinsen spricht.
Neuerdings Leitzinssenkung der EZB
Warum wird neuerdings jedoch von einer Leitzinssenkung auf 1,25% gesprochen? Angesichts der Euro Schuldenkrise legt die EZB, seit 1. November unter der Leitung des neuen Präsidenten Mario Draghi, aktuell Priorität auf das Verhindern eines Wirtschaftsabsturzes. Niedrigere Zinse auf Kredite sollen Unternehmen und Verbraucher zu mehr Konsumfreude anregen, dies wiederrum soll die Wirtschaft ankurbeln und der Rezession entgegenwirken. Angesichts der vorhergehenden Leitzinserhöhung war dieser Schachzug sogar für Ökonomen äußerst überraschend. Ist nun also das Ende der Inflation gekommen und müssen wir im kommenden Jahr sogar mit einer Deflation rechnen? Es gibt keine eindeutigen Prognosen.
• „Inflation auf Drei-Jahres-Hoch“ (Spiegel Online, 28.09.2011)
• „Inflation verharrt auf Drei-Jahres-Hoch“ (Spiegel Online, 31.10.2011)
• „Schleichende Inflation: EZB unter Druck“ (FondsDiscount.de, 10.11.2011)
• „Inflation bleibt deutlich über Zwei-Prozent-Marke“ (RP Online, 10.11.2011)
Das sind nur Ausschnitte, der sich immer mehr verbreitenden Schlagzeilen, die uns jeden Tag überschwemmen und den deutschen Normalbürger oft nicht mehr durchblicken lassen. Staatspleiten, Leitzinse, Rettungsschirme, unsichere Geldanlagen, steigende Kosten – ein Netzwerk aus Schlagwörtern, die alle irgendwie auch mit dem Thema Inflation zusammenhängen.
Verwirrung bei den Bürgern
Was kann man tun? Wie kann man sich schützen? Wie geht es weiter? – diese Fragen schwirren in den Köpfen einer Vielzahl von Bürgern und sorgen für deutliche Verunsicherung. Natürlich kann man nie eindeutigen Aussagen zur wirtschaftlichen Zukunft machen. Etwas Hintergrundwissen verhilft jedoch auch dem kleinen Bürger zu mehr Durchblick und nimmt die Angst vor der Inflation oder doch eher drohenden Deflation?
Inflation bedeutet Geldentwertung
Inflation ist eine Wertverminderung des Geldes, hierbei steigen die Preise und man kann sich mit der gleichen Menge an Geld weniger kaufen als zuvor. Das Gegenteil ist die Deflation bzw. negative Inflation, bei der die Preise sinken und das Geld mehr wert wird. Die wichtigste Inflationsrate eines Landes ist der Verbraucherindex (VPI). Der VPI zeigt die Preisentwicklung an Dienstleistungen und Waren an, welche von den Bürgern regelmäßig konsumiert werden. Zur Inflationsermittlung wird ausgerechnet inwiefern sich der VPI im Laufe der Zeit prozentual verändert hat. Aktuell sprechen die Medien von dem sogenannten „Drei-Jahres-Hoch“. Gemeint ist damit die Inflationsrate, die im September 2011 erstmals seit 3 Jahren auf 2,585% gestiegen ist (damals 2008: 2,879%). Die Folge ist, die Deutschen müssen somit für ihre täglichen Konsumprodukte, wie Sprit, Heizöl, Gas, Kleidung und Nahrung immer mehr zahlen. Es wird empfohlen seine Investitionen in Inflationssichere Anlagen, wie Aktien, Aktienfonds, Immobilien oder in unternehmerische Beteiligungen zu tätigen. Gold soll momentan eine der besten Sachanlagen sein.
Hohe Inflation spricht für Leitzinserhöhung
In Verbindung mit Inflation kommt die Europäische Zentralbank (EZB) ins Spiel. Sie gewährt die Preisstabilität in der Euro Zone lediglich bis hin zu zwei Prozent Inflation. Da der Verbraucherindex in der Euro-Zone schon das ganze Jahr über anstieg, auf bis zu seinem Höchstwert von 3% im September, versucht der Währungshüter natürlich entgegenzuwirken. So erhöhte die EZB in diesem Jahr, damals noch unter Jean-Claude Trichet, in zwei Schritten den Leitzins von 1,0% auf 1,5%, da eine hohe Inflationsrate eher für hohe Zinsen spricht.
Neuerdings Leitzinssenkung der EZB
Warum wird neuerdings jedoch von einer Leitzinssenkung auf 1,25% gesprochen? Angesichts der Euro Schuldenkrise legt die EZB, seit 1. November unter der Leitung des neuen Präsidenten Mario Draghi, aktuell Priorität auf das Verhindern eines Wirtschaftsabsturzes. Niedrigere Zinse auf Kredite sollen Unternehmen und Verbraucher zu mehr Konsumfreude anregen, dies wiederrum soll die Wirtschaft ankurbeln und der Rezession entgegenwirken. Angesichts der vorhergehenden Leitzinserhöhung war dieser Schachzug sogar für Ökonomen äußerst überraschend. Ist nun also das Ende der Inflation gekommen und müssen wir im kommenden Jahr sogar mit einer Deflation rechnen? Es gibt keine eindeutigen Prognosen.